Eine Umfrage ist dann nützlich, wenn ihre Antworten eine Entscheidung beeinflussen können. Beginnen Sie damit, was Sie ändern, beibehalten oder untersuchen möchten. Wählen Sie erst danach Fragen und Antwortmöglichkeiten.
In unserem fiktiven Beispiel plant die Werkstattgemeinschaft den nächsten Reparaturabend. Die Organisatoren möchten wissen, ob die Informationen vor dem Besuch hilfreich waren und welche Hindernisse eine Teilnahme erschweren. Dafür brauchen sie teilweise unterschiedliche Fragen und Zielgruppen.
Jede Frage mit einer Entscheidung verbinden
Notieren Sie für jedes Thema die Entscheidung, die passenden Befragten und den geplanten Umgang mit den Antworten.
| Entscheidung | Wer kann relevante Angaben machen? | Mögliche Frage |
|---|---|---|
| Informationen vor dem Besuch verbessern | Personen, die diese Informationen erhalten haben | Wie verständlich oder unverständlich waren die Informationen dazu, was Sie mitbringen sollten? |
| Veranstaltungsort beibehalten oder wechseln | Personen, die teilgenommen haben | Wie gut oder schlecht eigneten sich die Räume für das, was Sie tun wollten? |
| Eine andere Uhrzeit ausprobieren | Mitglieder mit Interesse an einer künftigen Teilnahme | Welche der vorgeschlagenen Zeiten würden Ihnen passen? Ergänzen Sie „Keine dieser Zeiten“. |
Wer nicht teilgenommen hat, sollte die Räume nicht bewerten müssen. Trennen Sie die Zielgruppen oder zeigen Sie passende Folgefragen anhand einer Einstiegsfrage und entsprechender Bedingungen an.
Fünf Fragen überarbeiten, die leicht irreführende Antworten liefern
Fragen Sie jeweils nach einer Sache und vermeiden Sie Formulierungen, die eine erwünschte Antwort nahelegen. Diese Grundsätze erläutert auch die Anleitung des Pew Research Center zu Umfragefragen. Die folgenden Beispiele stammen von uns.
| Diese Formulierung vermeiden | So umformulieren oder aufteilen |
|---|---|
| Wie gut war unser fantastischer Reparaturabend? | Wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie mit dem Reparaturabend? |
| Waren die Informationen und die Räume gut? | Stellen Sie zwei Fragen: eine zur Verständlichkeit der Informationen und eine zur Eignung der Räume. |
| Kommen Sie immer zu unseren Treffen? | An wie vielen unserer Treffen haben Sie in den letzten drei Monaten teilgenommen? Optionen: 0, 1, 2, 3 oder mehr, weiß ich nicht mehr. |
| Warum haben Sie die klare Anleitung nicht genutzt? | Fragen Sie zunächst, ob die Person die Anleitung gelesen hat: ja, nein, weiß ich nicht mehr. Wer sie gelesen hat, kann beschreiben, was unklar war. |
| Was müssen wir ändern, damit Sie häufiger kommen? | Was würde Ihnen die Teilnahme erleichtern? Bieten Sie passende Optionen sowie „Es muss sich nichts ändern“ und „Sonstiges“ an. Ein Kommentar sollte freiwillig sein. |
Dies ist eine Fragensammlung, kein Pflichtprogramm für jede Umfrage. Wählen Sie nur Fragen aus, die zu Ihrer Entscheidung gehören.
Antworten auswertbar machen
Für die Zufriedenheitsfrage eignet sich beispielsweise diese Skala: sehr unzufrieden, eher unzufrieden, weder zufrieden noch unzufrieden, eher zufrieden und sehr zufrieden. Ergänzen Sie „Kann ich nicht beurteilen“ als gesonderte Option. Das ist keine neutrale Bewertung und sollte bei einem Mittelwert nicht als Null eingehen.
Behalten Sie die Richtung der Skala in der gesamten Umfrage bei. Geben Sie an, ob eine oder mehrere Antworten gewählt werden können. Wenn die Liste nicht alle Möglichkeiten abdeckt, kann „Sonstiges“ sinnvoll sein. Nutzen Sie eine freiwillige Freitextfrage für Erläuterungen, ohne bereits vorhandene personenbezogene Angaben erneut abzufragen.
Die Umfrage in IdRelay erstellen und testen
Die Umfragefunktion von IdRelay unterstützt unter anderem Einfach- und Mehrfachauswahl, Skalen, Freitext und bedingte Fragen. Fragen und Antwortoptionen lassen sich übersetzen; eine Vorschau für Mobilgeräte und Computer ist möglich. Wählen Sie den Fragetyp danach aus, welche Information Sie benötigen.
Entscheiden Sie, ob Antworten anonym oder einer Person zugeordnet erfasst werden sollen, und prüfen Sie die Einstellung vor dem Teilen des Links. Ein allgemeiner Weblink garantiert für sich allein keine Anonymität. Auch Freitext und kleine Gruppen können eine Person erkennbar machen. Erläutern Sie, wie die Antworten genutzt werden und wer sie lesen darf.
Prüfen Sie die Umfrage mit eigenen Testpersonen:
- Lesen Sie die Einleitung: Sind Zweck, freiwillige Teilnahme, Antwortfrist und Kontaktmöglichkeit erklärt? Nennen Sie eine Bearbeitungsdauer erst nach einem Test.
- Testen Sie jeden Weg durch bedingte Fragen, auch mit „nein“ und „weiß nicht“.
- Öffnen Sie den tatsächlichen Link auf einem Mobilgerät und einem Computer. Prüfen Sie Tastaturbedienung, Lesbarkeit und Fehlermeldungen.
- Testen Sie jede Sprache. Fragen, Skalen, Einleitung und Abschlusstext müssen dieselbe Bedeutung haben.
- Senden Sie Testantworten ab und prüfen Sie Bericht und Export, einschließlich der sichtbaren Angaben über die antwortende Person.
IdRelay unterstützt einen festgelegten Antwortzeitraum, das Teilen per Weblink oder Link in einem Mailing sowie Berichte mit Tabellen und Diagrammen. Antworten können exportiert und Berichte als PDF ausgegeben werden. Planen Sie, wie Testantworten aus der endgültigen Auswertung herausgehalten werden.
Den Umgang mit den Antworten festlegen
Bestimmen Sie, wer die Ergebnisse prüft und eine Maßnahme vorschlägt. Geben Sie an, wie viele Personen eingeladen wurden und wie viele geantwortet haben. Eine freiwillige Umfrage liefert Rückmeldungen der Antwortenden; sie zeigt nicht automatisch die Meinung aller Mitglieder.
Schließen Sie den Vorgang mit einer konkreten Rückmeldung ab, etwa: „Beim nächsten Treffen probieren wir einen früheren Beginn und prüfen anschließend, ob er besser passt.“ Das ist ein Beispiel für eine mögliche Maßnahme, kein gemessenes Ergebnis.
Lesen Sie mehr über Umfragen in IdRelay, wählen Sie die passende Teilnehmergruppe und nehmen Sie die Nachbereitung in Ihren Kommunikationsplan für das Event auf.